Was ein knüppelharter Wettkampf. Schwimmen im Meer, Radfahren durch Slowenien und Italien mit fast 1300 Höhenmetern, laufen an der Küste Istriens. Wow! Viel Spaß beim lesen meines Rennberichtes zum Ironman 70.3 Slovenia Istria

Bilder habe ich leider keine, Du musst dich also mit meinem Geschwafel abfinden. Wenn du aber mehr über Slowenien erfahren willst, kannst du dir gerne diesen Artikel ansehen. Hier haben wir unseren gesamten Urlaub Revue passieren lassen.

Nun zum sportlichen

Der I FEEL SLOVENIA IRONMAN 70.3 Slovenian Istria, wie er komplett ausgeschrieben heißt fand dieses Jahr (2019) zum zweiten Mal statt. Austragungsort ist die schöne Küstenstadt Koper.

Vor dem Wettkampf

Am Freitag habe ich mich registrieren lassen, danach ging es zur Wettkampf Besprechung. Diese hat in einer Art Stadthalle stattgefunden. Historisch, klein aber fein. Es wurde auf alles, wirklich alles eingegangen, was du dir nur vorstellen kannst. Wo ist die Schwimmstrecke, wie läuft der Rolling Start, wie ist die Wechselzone aufgebaut usw.

Natürlich wurde auch die Rad und Laufstrecke besprochen, das war aber stellenweise so detailliert, dass es hier wirklich den Rahmen sprengen würde.

Anschließend bin ich noch einmal an der wirklich besonderen Wechselzone entlang gegangen. Warum diese so besonders ist, fragst du dich bestimmt. Sie liegt auf einem Pier und du musst immer einmal außen drum herum laufen. Kona feeling in Slowenien also.

Die Wechselzone ist wie in Kona…

Wechselzone Kona Style
Wechselzone Nach dem großen Vorbild auf Hawaii, Big Island, Kona

Nachdem ich mir die Wechselzone noch einmal in Ruhe angesehen hab und dieses Kribbeln der Vorfreude im Bauch gespürt habe, bin ich wieder zu Marina und unseren beiden Hunden ins Air BnB zurück gefahren. Noch eben Abend essen und dann ging es schon ins Bettchen.

Samstag, der Tag vor dem Rennen

Jetzt war es soweit. Ich bin offiziell nervös, aufgeregt und stellenweise ein Nervenbündel. Marina wird das mit Sicherheit so bestätigen können.

Heute gibt es noch einmal viel zu tun. Das Rad muss geputzt, kontrolliert, geschmiert und in die Wechselzone gebracht werden. Die Bike und Run Beutel müssen auch noch gepackt und abgegeben werden. Also ging es nach dem Frühstück mit unseren beiden kleinen auf eine kurze Wanderung, dann habe ich mich voll auf das Rennen konzentriert.

Rad putzen, Kette schmieren und kontrollieren ob nichts schleift. Danach ab zur Wechselzone. Beutel abgeben, Rad einchecken.

Ich gehe dann noch eben ins Wasser, mal gucken ob ich eine Landmark finden kann, komme gleich wieder zu dir

Ich, voller Zuversicht nach dem Check in des Rades

Also ab zum Strand. Hose runter (keine Sorge, hatte eine Badehose drunter 😉) und rein ins Wasser. Armzug, Armzug Wasser schlucken. Armzug, Armzug Wasser schlucken. Armzug, Armzug nach vorne gucken zum orientieren.

Nanu, wo ist denn das Wasser hin?

Erst jetzt habe ich bemerkt, dass es wirklich sehr sehr wellig ist. Sehen konnte man kaum etwas, wenn man nach vorne geschaut hat. Also wieder raus aus dem Wasser. Das waren dann immerhin 160m schwimmen, sagte meine Uhr… Wenn das morgen beim Rennen auch so wird, dann aber gute Nacht.

Raceday

Endlich kann es los gehen. Die letzten paar Sachen gepackt, ab zum Wettkampf. Da Regen angesagt war, blieb Marina mit den Hunde zuhause.

Rad prüfen, Wechselbeutel prüfen, alle Laufwege merken, Neo anziehen, ab in die Startaufstellung.

Los geht es. Das schwimmen war angenehm. Viele haben von Quallen berichtet, ich habe davon kaum etwas mitbekommen. Allerdings war das schwimmen deutlich zu lang. Viele mit denen ich gesprochen habe, hatten über 2100m auf der Uhr. Offiziell waren es 1900m. Mit den Streckenlängen war es aber den ganzen Tag noch ein Thema.

Meine Uhr hat 2170m gemessen. Das sind fast 300m mehr als angegeben. Klingt jetzt nicht nach viel, machte bei mir aber einen Unterschied von 5 Minuten im schwimmen aus. Ich wollte 35minuten schwimmen. Es wurden dann 40 Minuten. Aber Jammern bringt nichts, alle hatten mehr zu schwimmen.

Neo aus, Radhelm auf

Der Wechsel aufs Rad verlief, im Gegensatz zur Radstrecke, unspektakulär. Die ersten paar km ging es durch die Stadt und über eine Landstraße. Bis wir dann an die Küste kamen. Die Straße verlief direkt an der Küste, sodass ich mich im er wieder ermahnen musste, mich zu konzentrieren und nicht die Aussicht zu genießen. Wettkampf heißt bei mir Vollgas, da bleibt keine Zeit für die Aussicht.

Nach ca 25 km ging es dann in die Berge. Bis dahin hatte ich einen knapp 37er Schnitt auf dem Tacho stehen. Das sollte sich dann aber ändern. Es wurde geklettert, geklettert und noch mehr geklettert. Es ging mit ca 5% Steigung kontinuierlich bergan. Stellenweise waren kleine Rampen vorhanden, die dann auch mal 14% und mehr hatten.

Endlich oben

Ab jetzt bergab. Also alles wieder runter fahren. Unten angekommen, konnte die Strecke sich nicht entscheiden. Es gab nichts mehr zwischen steil Bergauf, oder steil bergab. Ich muss mich korrigieren, es gab auch noch sehr steil bergauf. Alles in allem sehr unruhig zu fahren.
Nach 88,7 km wedelte plötzlich jemand mit den Armen und deutete auf eine Linie am Boden. Da war Sie, die dismount line. Vor dieser Linie muss ich abgestiegen sein. Zum Glück haben wir uns das in der Woche vor demWettkampf angesehen und ich wusste an welcher Stelle ic meine Schuhe ausziehen musste. Hätte ich mich auf das Tacho verlassen, hätte es eine böse Überraschung gegeben, da die Strecke offiziell mit 90km angegeben war.

Ab in die Laufschuhe

Rein in die Wechselzone, Rad aufhängen, einmal außen um den Pier laufen, Run Bag nehmen. Laufsocken und Laufschuhe an, Helm ab und wieder raus auf die Strecke. Noch einmal um den Pier und durch den Bogen der den Beginn der Laufstrecke markiert.

Es ist doch immer wieder das selbe, ich laufe los und muss mich bremsen. Ich laufe immer zu schnell los. Ich wollte einen 5er Schnitt laufen. Das entspricht 1:45 Stunden auf den Halbmarathon gerechnet. Gena den ging es hier zu absolvieren.
Die ersten paar km ging es durch ein Industriekunde an einer Autobahn entlang. Hier waren nicht viele Zuschauer. Danach ging es direkt an die Küste. Also wirklich direkt. Neben dem Weg begann das Meer. Das war schön.
Ich habe einen guten Rhythmus gefunden und konnte mich immer wieder an Läufern weiter vorne festbeißen und auf diese auflaufen. Bei den Verpflegungsstationen bin ich konsequent gegangen und habe mich ausgiebig verpflegt. Danach wieder anlaufen.

Durchgangszeit beim Halbmarathon war dann 1:48h. Moment mal, sollte ich nicht nur einen Halbmarathon laufen? Ja, aber die Veranstalter haben, damit der Zieleinlauf schöner ist, die Strecke um 300m verlängert. Und die 300m habe sich gelohnt. Eine wahnsinnige Stimmung war im Zielkanal.

So bin ich dann nach 5 Stunden und 40 Minuten erschöpft aber glücklich auf einer Bank im Zielbereich gesessen und habe mein Wasser getrunken.

Mein Fazit

ich bin mit meiner Leistung wirklich zufrieden, auch wenn Sie nicht super schnell war. In Anbetracht der Tatsache, dass Die Strecke in Slowenien jedoch 25-30 Minuten langsamer ist, als zum Beispiel Luxemburg, bin ich doch gar nicht so langsam.


1 Kommentar

Urlaubsparadies Slowenien, ein Geheimtipp | ochwald-vanhasz.de · Oktober 2, 2019 um 4:47 pm

[…] diesem Blog nicht überraschen, es gibt dort einen Ironman 70.3 😎 dort habe ich teilgenommen. Hier kannst du mehr zum Rennen […]

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